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Dr. Dorothea Greiner (fotografiert mit einer Sony DSC-S75)
Prof. Dr. Walter Hollenweger (fotografiert mit einer Sony DSC-S75)
Wolfgang Thierse (fotografiert mit einer Sony DSC-S75)
Ruth Lapide (fotografiert mit einer Sony DSC-S75)
Veranstaltungen Für alle die am Samstag Segnung in Gebet und Klang erleben möchten: 18.30- 19.00 Uhr 18.30-23.00 Uhr |
Von Segenswegen - von wegen Segen Was bedeutet Segen im menschlichen Leben und welche Formen sind uns vertraut? Wie wirkt er sich aus und kann Segen heilen? Wer darf segnen? Wo hört die Segnung auf, wo fängt Magie an? Dr. Dorothea Greiner (Oberkirchenrätin, München, Prof. Dr. Walter Hollenweger (Theologe, Krattingen/CH) Wolfgang Thierse, (Präsident des Deutschen Bundestages) und Ruth Lapide, Historikerin, Theologin und Jüdin, (Frankfurt/Main) diskutierten diese Fragen am Freitag in der Höchster Ballsporthalle. Dr. Dorothea Greiner:
Die segnende Handlung ist zentral für die Praxis Jesu und seiner
Jünger. Vor allem ist der Berührungsaspekt der Segnung, z.B.
beim zärtlichen Hand auflegen, heilsam, kraft- und lebensspendend.
In seiner Heilwirkung könne der Segen nicht von der Medizin ersetzt
werden. Denn nur im Segen werde die Vertrauensbeziehung zu Gott geschaffen,
die dem Menschen befähigt, sein Leben zu meistern. Segensempfang
Befreie nicht von allen Problemen sondern stärke die Beziehung
zu Gott. Segnung braucht
laut Greiner nur drei Worte: "Ich segne dich!"
Segnung spielt
eine große Rolle im Christlichen Privatleben, aber ist sie auch
in der Politik relevant? "Bei Politik denkt man nicht sofort
an Segen." Wolfgang Thierse kann hier nur schwer die Brücke
schlagen, dafür sei Politik zu entscheidungs- und handlungsorientiert.
Er betont den Grundgedanken der Segnung, das Bewusstsein, "...
dass wir zwar Macht haben auf Zeit, aber zum Glück nicht allmächtig
sind", als Basis für eine gute und friedfertige Politik. Der "so wenig
segensreiche" Situation im Nahen Osten, wo Juden, Moslems und Christen
ihre heiligsten Stätten haben, und doch nicht friedlich miteinander
Leben können stehe er als Christ und potentieller Segensbringer
hilflos gegenüber. Eine "Gesten der Entfeindung und Versöhnung"
könnten hier den Segen in Form einer politischen Handlung bedeuten.
Die Diskussionspartner
kamen vor allem in dem Punkt überein, das der Christliche Segen
wieder in den Lebensalltag integriert werden müsse. Der Segen
dürfe sich nicht "Körperlichkeit" des Menschen und
seine alltäglichen Nöte ausschleißen. Steffi Westerhausen |
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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2001. |